»Das schottische Medaillon«
und»Ein mörderisches Komplott – Der Schwur am Shaw Hill Castle«.
Der jetzt 37-jährige Paul O’Brien wurde im nordirischen Küstenstädtchen Larne geboren. Rotblondes, dichtes Haar sowie ein stets leicht geröteter, mit Sommersprossen übersäter Teint verraten seine irische Abstammung. Aber er hat auch deutsche Vorfahren: Seine Großmutter mütterlicherseits stammt aus Hamburg und wurde seine Ziehmutter nach dem frühen Tod der leiblichen Mutter. Paul kann daher auch fließend Deutsch sprechen, was er gern verheimlicht. Sein Vater betreibt eine Metzgerei, der einzige Sohn soll ebenfalls den Metzgerberuf ergreifen. Paul jedoch zeigt kein Interesse an dem blutigen Handwerk und entscheidet sich für den Polizeiberuf.
Schneller als gewöhnlich gelingt es ihm, die Karriereleiter zu erklimmen. Nach Absolvierung der POLICE ACADEMY kommt er zunächst als Police Constable (PC) im Streifendienst bei der Schutzpolizei im nordirischen Belfast zum Einsatz. Der nur 1,78 Meter große Paul ist der Kleinste unter seinen Polizeikameraden. Mit seinen 92 Kilo Gewicht wirkt er zwar etwas behäbig, doch der Schein trügt. Er versteht es, sich mittels kräftiger, energischer Stimme überall Gehör und Respekt zu verschaffen. Eine typische Boxernase prägt sein Profil, seit ihm bei einem Einsatz das Nasenbein gebrochen wurde. Nachdem er unter großer Lebensgefahr einen Police Sergeant (PS) aus den Händen eines schwer bewaffneten Kriminellen befreit hatte, wurde ihm die Tapferkeitsmedaille verliehen.
Als Paul O’Brien’s Vorgesetzter, Police Chief Inspector (PCI) Bruce Callaghan, ans CRIMINAL INVESTIGATION DEPARTMENT LONDON (CID) berufen wird, nimmt er Paul O’Brien als Assistent mit. Nach einiger Zeit wechselt Callaghan als Detective Chief Inspector (DCI) zu Scotland Yard ans Ressort für Wirtschaftskriminalität. Paul O’Brien folgt ihm auch dort hin, diesmal bereits im Rang eines Detective Sergeant (DS) und kann nun die Polizeiuniform ablegen.
Nach einigen Jahren wird DCI Bruce Callaghan zum Detective Superintendent (DSupt) und DS Paul O’Brien zum Detective Chief Inspector befördert. Wegen seiner beachtlichen Erfolge bei der Aufklärung mehrere Mordfälle wird ihm die Beförderung zum DSupt und die gleichzeitige Übernahme des Ressorts Kapitalverbrechen beim CID in Aussicht gestellt. Doch dann kommt es zu einem Eklat: Während eines von ihm geleiteten Verhörs verliert Paul die Beherrschung, als ein vorgeführter Doppelmörder ihn mit Kraftausdrücken wie »Du perverses Nazischwein« beschimpft und bis zur Weißglut reizt. O’Brien schlägt dem Delinquenten daraufhin mit der Faust ins Gesicht, was diesem starkes Nasenbluten und ein blaues Auge einträgt. Wegen eines schweren Dienstvergehens wird Paul O’Brien zum CID im nordschottischen Inverness strafversetzt. Seine in Aussicht gestellte Beförderung ist damit hinfällig.
In seiner neuen Arbeitsstätte fühlt sich Paul O’Brien zunächst fehl am Platz. Im Gegensatz zu seiner erfolgreichen Ermittlertätigkeit bei Scotland Yard hat er es hier nur mit der Aufklärung von Kleinkriminalität zu tun, denn in der nordschottischen Provinz Inverness-shire kommt es höchst selten zu schweren Kapitalverbrechen. Seinen schottischen Kollegen und Vorgesetzten gilt er als ›Sassenach‹ – die abfällige Bezeichnung für Engländer. Darum erhofft sich Paul, seine kriminalistischen Fähigkeiten unter Beweis stellen zu dürfen, um von seinen Gegnern im Amt endlich akzeptiert und kollegial behandelt zu werden.
Der heiß ersehnte Kriminalfall lässt nicht lange auf sich warten: Zwei als Clowns maskierte Räuber erschießen in Inverness einen Juwelier und entkommen in dichtem Nebel. Bei einer riskanten, nächtlichen Aktion kann Paul die Mörder festnehmen.(1) Das ruft Neider im CID auf den Plan, die auf niederträchtige Weise versuchen, dem verhassten Engländer weitere Erfolge streitig zu machen. Trotzdem gelingt es Paul O’Brien – in Zusammenarbeit mit der attraktiven Journalistin Jenny Symon – einen der brisantesten Kriminalfälle der schottischen Geschichte aufzuklären: Eine junge Familie verunglückt tödlich bei einem Autocrash. Die an dem Unfall beteiligten Fahrzeuge verschwinden spurlos. Mehrere Anführer von Bürgerinitiativen gegen die ökologisch bedenkliche Errichtung von Lachsfarmen an schottischen Gewässern werden brutal ermordet. Bei ihren Ermittlungen stoßen Paul und seine Verbündete Jenny auf ein Geflecht von Korruption und Vertuschung bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Doch die Mordserie geht weiter, sogar ein hoher Polizeibeamter wird eines der Opfer. Nicht zuletzt Dank seiner Kenntnisse über die in der väterlichen Metzgerei verwendeten Bolzenschuss-apparate macht er eine zur Festnahme des Serienkillers führende Entdeckung.(1)
Es dauert nicht lange, da trifft beim CID Inverness ein Hilfeersuchen der Police Station Fort William (Western Highlands) ein. In einem Schiffswrack entdeckte man einen bereits vermissten, grausam ermordeten Fuhrunternehmer. Der Verdacht fällt auf den Deutschen Lukas Danner, der sich unter dem Pseudonym Dan Brown in Schottland aufhalten soll. DCI Paul O’Brien und sein Assistent DS Edward Hastings verfolgen den Flüchtigen, jedoch nimmt der Fall eine unerwartete Wende. Schließlich gelingt es O’Brien, auch diesen spektakulären Mordfall zu lösen. Als Anerkennung für seine großartige Leistung wird er zum Detective Superintendent befördert.( 2)
Paul O’Brien wartet nun auf den nächsten Fall, denn auch in den schottischen Highlands entwickelt sich zunehmende Kriminalität.
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(1)
Siehe Kriminalroman »Ein mörderisches Komplott – Der Schwur am Shaw Hill Castle«
(ISBN 978-3-8334-7471-2)
(2)
Siehe Kriminalroman »Das schottische Medaillon«
(ISBN 978-3-8334-7796-6)
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